Malware: Starke Virenausbrüche in den letzten 24 Stunden

Das eleven Research-Team verzeichnete in den letzten 24 Stunden einen starken Anstieg der Verbreitung von Malware. Mehrere Varianten des Wurms MyDoom werden in Einzelwellen verbreitet. Neu aufgetreten ist eine Variante des Trojaners Offend.KD.

Verlauf der Wurm- bzw. Trojanerausbrüche

Verlauf der Wurm- bzw. Trojanerausbrüche

Die Malware-Familie MyDoom kann bereits auf eine lange Geschichte zurückblicken: Die erste Variante wurde 2004 registriert und installierte in Windows-Systemen eine sogenannte Backdoor. Es handelt sich dabei um einen Zugang zum System, über den es möglich ist, unbemerkt einzudringen, um danach alle Funktionen zu kontrollieren. Spam-Versand oder das Mitlesen von Tastatureingaben sind nur zwei Möglichkeiten von vielen. Die Virenversender nutzen den Wurm seitdem immer leicht abgewandelt. Zum einen werden die Schadroutinen leicht geändert oder an Sicherheitsprogramme angepasst. Zum anderen werden aber auch willkürliche Änderungen vorgenommen, um einfache Virenscanner zu täuschen. Diese arbeiten mit Checksummen, eine kleine Veränderung im Programmcode ändert dann auch diese Checksumme und die Virenscanner sind für einige Zeit umgangen.

Neuer Trojaner nutzt alten DHL-Trick

Der neue Trojaner Offend.KD wird seit heute gegen 13 Uhr versendet. Zunächst wurde er bei eleven durch die Virenfrüherkennung als Outbreak registriert. Obwohl er erst über einen so kurzen Zeitraum versendet wird, hat er bereits einen Anteil von rund 27% am Virenaufkommen der letzten 24 Stunden, in der Kategorie Outbreak sind es sogar über 57%. Der Text der Betreffzeile ist in englischer Sprache verfasst und meldet eine angebliche DHL-Lieferung: „DHL Express International“ mit der – natürlich gefälschten -Absenderadresse no-reply@dhl.com.

Gefälschte DHL-E-Mail mit Trojaner Offend.KD im Anhang

Gefälschte DHL-E-Mail mit Trojaner Offend.KD im Anhang

Die Spammer und Virenversender prüfen genau, mit welchen Betreffzeilen und welchem Text sie die höchste Öffnungsrate erzielen. Paketbenachrichtigungen oder verpasste Zustellungen sind zurzeit das am häufigsten genutzte Thema. Im vergangenen Jahr experimentierten die Spammer mit Stadtplänen (Citymaps) für besondere „Sexabenteuer“. Diese erwiesen sich aber nicht als besonders erfolgreich und waren schnell wieder verschwunden. Der zuerst genannte Wurm (und seine Varianten) setzen auf gefälschte Bounce-Mitteilungen, also Nachrichten über die missglückte Zustellung von E-Mails. Allen gemeinsam ist jedoch, dass sie versuchen, den Empfänger zum Öffnen des Anhangs zu bewegen.

Trojaner zunehmend aus europäischen Ländern

Eine weitere Besonderheit im Falle des Offend.KD sind die Herkunftsländer. In der Ausbruchsphase waren häufige IP-Adressen in Europa die Quelle. So kamen zum Beispiel rund 15% der E-Mails aus Italien und 6,5% aus Frankreich. Während der weiteren Verbreitung wurden sogar Trojaner-E-Mails aus Schweden registriert, ein Land aus dem normalerweise kein relevanter Spam- oder Virenversand erfolgt. Dies ist ein Trend, den das eleven Research-Team in den letzten Monaten immer häufiger beobachtete. Zunehmend kommt Spam und Schadsoftware wieder von westeuropäischen und amerikanischen IP-Adressen. Über die Schadroutine kann wie so oft keine genaue Angabe gemacht werden. Weitere Informationen zu Offend.KD finden sich im Portal virustotal.com.

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Eine Antwort auf Malware: Starke Virenausbrüche in den letzten 24 Stunden

  1. Ric sagt:

    Hallo, 13-02-2012

    gestern habe ich diese Mail erhalten:

    Your Order#746837813
    American Airlines an Sie
    Von: American Airlines helping-nr18315@aa.com
    Datum:So, 12 Feb 2012 3:55 pm.Ticket.zip

    Hello

    FLIGHT NUMBER AA438
    ELECTRONIC 3840958
    DATE & TIME / FEBRUARY 18, 2012, 09:30 AM
    ARRIVING / St.Louis
    TOTAL PRICE / 279.27 USD

    Please find your ticket attached.
    You can print your ticket.

    Thank you
    American Airlines.

    Bereits nach dem Öffnen der Mail entfaltete sich ein Virus – dito nach dem Öffnen des Anhangs (von wegen dem Ticket).
    Dieser Virus legte das OS fast vollständig lahm – und installierte ein Programm, welches das OS auf mögliche Fehler hin überprüft. Bei dem Virus handelt es sich um „SecureBill.Inc“ – eine üble Version von Spam und Maleware.
    Keiner der installierten Virenscanner konnte die Installation verhindern – und die Daten später auch nicht beseitigen. Abhilfe: spezielle Formatierung der betroffenen Partition und Neuinstallation des OS.
    Seit Dezember 2011 existieren hierüber diverse Einträge im Netz – so auch bei MSE (Microsoft Security Essentials).
    Mit besten Grüßen
    ri

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